die Visualisierungsmethode erklärt

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MaRie©-Methode

Blogbeitrag

Visualisierungsmethode I Mentaltraining

Die MaRie - Methode erklärt

Aha! – Momente

Warum sie so effektiv ist und dein Kind von mentalen Blockaden und Belastungen befreien kann.

MaRie©-Methode-Visualisierung-für-Kinder-Atelier

Die Reise zum Baumhaus und zu dem Zwerg Happy.

Wer liebt es nicht, im Wald zu sein?! 

Während dein Kind zu seinem Baumhaus paddelt, beginnt schon die mentale Arbeit.

Inhalt des Blogs

„Wieso sträubt sich das Kind gegen Mathe, anfangs hatte es doch Spaß daran? So schwer sind die Aufgaben doch nun wirklich nicht und die anderen aus der Klasse kommen doch auch damit zurecht…“

„Mein Kind ist nicht mehr zu bändigen! Diese Wutanfälle …“

„Alleine im eigenen Bett schlafen? Schon lange nicht mehr…“

Das sind Sätze, die du in irgendeiner Form sicherlich schon mal gehört oder selbst gesagt hast – richtig?

Ich habe diese Beispiele ausgesucht, weil sie sehr unterschiedlich sind – und trotzdem so ähnlich. Um unkompliziert verstehen zu können, was das Unterbewusstsein deines Kindes damit zu tun hat und warum die MaRie – Methode effektiv unterstützen kann, möchte ich dir einen Einblick in die Visualisierung bzw. das Mentaltraining geben.

Lass uns das mal am Beispiel der Wut genauer anschauen – für die Aha! – Momente:)

 

Das mentale Training- Die Visualisierungsmethode

Gewohnheiten und Verhaltensweisen

Du hast ganz bestimmt schon mal selbst an dir oder auch anderen feststellen müssen, dass es Gewohnheiten oder Gedanken über dich selbst gibt, die hinderlich sind.

Beispielsweise würdest du gerne weniger am Handy sitzen oder mehr Sport machen. Das erfordert sehr viel Selbstdisziplin und Mühe, richtig?

Oder du stellst dir innerlich vielleicht auch hier und da mal die Frage, ob du auch gut genug bist, um genau den Job zu machen, dich gegenüber einer Mitarbeiterin zu positionieren oder du bist ein Perfektionist, obwohl dich das eigentlich selbst nur stresst, immer alles sehr gut und schnell erledigen zu wollen. Auch das kann sich auf dein Kind auswirken. Hierzu möchte ich dir am Ende des Beitrag gerne noch etwas ans Herz legen, wenn du magst.

Schauen wir nun rüber zu deinem Kind am Beispiel der Wut:

Mittlerweile weißt du nicht weiter. Dein Kind ist in letzter Zeit schnell aufbrausend und wütend. Warum, das kann es oft selbst nicht erklären. Nicht selten artet das dann aus: Sie/er weint oder schreit und du bist kurz davor zu explodieren, weil es doch eigentlich keinen Grund gibt, jetzt dermaßen aus der Haut zu fahren.

Zunächst einmal: Viele Kinder sind von inneren Belastungen und Blockaden betroffen und die Zeit im Homeschooling hat es nicht besser gemacht, sondern in diesem Zusammenhang negativ unterstützt. Du bist also nicht alleine mit dieser Hilflosigkeit. Dein Kind ist super, so wie es ist 🙂 Nun schauen wir aber, wie du dein Kind entlasten kannst, damit es sich frei entwickeln kann.

Unser Gehirn leistet in jeder Sekunde Mentaltraining

Der Elefant in uns

Alles was wir erleben, speichert das Gehirn ab – in Verbindung mit den dazugehörigen Gedanken, dem Verhalten der Situation und der Emotionen, die wir dabei empfunden haben.

Wenn man sich überlegt, was wir Tag für Tag erleben, ist das ganz schön viel!

Üben wir eine neue Tätigkeit aus, bildet sich eine neue neuronale Bahn im Gehirn. Nehmen wir das Beispiel des Radfahren Lernens:

Schon das erste Üben sagt dem Gehirn, dass es eine neue Erfahrung gibt und verbindet bestimmte Neuronen hierfür; ein kleiner Weg zwischen zwei Synapsen entsteht. Inzwischen klappt das Fahrradfahren reibungslos. Bewusst müssen wir nicht mehr darüber nachdenken, wie das funktioniert und – genau – der kleine Weg baut sich zu einer Straße aus und wird zu einer Autobahn. Dies bedeutet, dass das Radfahren nun unbewusst vom Gehirn gesteuert wird, sodass wir uns auf den Verkehr konzentrieren können. Der Elefant (das Unterbewusstsein) geht fleißig diesen Weg hin und her. So entstehen also Gewohnheiten, unbewusst gesteuert.


Warum trampelt der Elefant diesen Weg entlang?

Wut – Ängste – Albträume – Tics & Co.

Das Fahrradfahren klappt wie von selbst, weil es oft genug geübt wurde und ein Trampelpfad entstand. Nun gibt es aber auch Verhaltensweisen, die einem nicht so klar sind.

Nehmen wir das Thema Wut, weil es hierzu auch viele Anfragen in meiner Praxis gibt und zur Zeit vermehrt auftritt:

„Warum mein Kind diese ständigen Wutanfälle hat, verstehe ich einfach nicht!“

Hinter der Wut können unterschiedliche Emotionen stehen: Unterdrückte Angst, Hilflosigkeit oder es werden notwendige Bedürfnisse (Nähe, Akzeptanz, Liebe) nicht erfüllt. Das ist individuell. Für diesen Blogartikel wende ich mich absichtlich nicht der positiven Wut zu, da es den Rahmen sprengen würde.

Dein Kind muss nicht einmal selbst benennen können, warum es dieses Entladen von Emotionen hat (Elefant), um so schwieriger wird es als Eltern/Lehrer:in/Erzieher:in, hier zu unterstützen. 

Irgendwann hat dein Kind eine Erfahrung gemacht, die gekoppelt mit einem negativen Gefühl abgespeichert wurde. Das kann schon im Mutterleib oder mit drei Jahren gewesen sein. Hier gibt es kein festes Zeitfenster. Dieses Gefühl war beispielsweise, um das bildlicher zu erklären, nicht gesehen zu werden. Das ist ein Gefühl wie nicht geliebt zu werden, nicht wichtig zu sein, nicht dazu zu gehören. In den nächsten Monaten empfand dein Kind genau das gleiche Gefühl wieder. Das kann auch in einer anderen Situation gewesen sein, wie in der Schule, als ein Mitschüler beim Spielen auf dem Pausenhof raunzt: „Du darfst nicht mitspielen! Wir wollen dich nicht dabei haben!“ Dadurch festigte sich das anfänglich schmerzende Gefühl der Ablehnung. Je öfter also dieses Gefühl erlebt wurde, desto tiefer wurde der Trampelpfad. 

So wie das Radfahren wie von alleine klappt, verselbstständigte sich in dem Beispiel der Wut nun dieser Glaubenssatz, nicht geliebt und richtig zu sein was zu selbst erfüllenden Prophezeiungen führen kann, wie: „Wenn ich frage, ob ich mitspielen darf, werden die mich eh abweisen…“ und der Mitschüler das Kind nun tatsächlich ablehnt, wird es in seiner Befürchtung bestätigt. Das Kind erfährt also Bestätigungen seiner negativen Gedanken über sich.

Und so läuft der Elefant immerzu hin und her, denn sobald das Kind erneut das gleiche Gefühl erlebt, sagt ihm sein Elefant: „Du gehörst wirklich nicht dazu. Du bist nicht gut genug!“

Irgendwann läuft das Gefühlsfass über und das Kind sucht Wege, es zu entladen: Wutausbrüche. Das ist eine Möglichkeit nach außen zu zeigen: „Mir geht es nicht gut!“ (Wenn über Psychosomatik gesprochen wird, äußert sich dementsprechend etwas sichtbar über den Körper, wie Bauchweh, Allergien, Bettnässen, Juckreiz usw.- bitte immer erst  organisch abklären lassen!)

Negative Gefühle lösen

Wie unterstützt Visualisierung?

Dein Kind fokussiert inzwischen seine Schwachstelle(n) und blockiert dadurch seine Potenziale, die es jedoch bereits in sich trägt. Durch den verfestigten negativen Fokus hat es jedoch das Gefühl, es stimme, was ihm seine Gedanken sagen.

Und wie kann dein Kind das dahinter liegende Gefühl finden, benennen und rekonditionieren (der Elefant konditioniert ein Verhalten+Gefühl, indem er es auf dem Pfad festigt. Rekonditionieren ist das „wieder auf 0 stellen“, den Pfad also verlassen).

Den Elefanten von seinem Pfad zu bringen, bedarf normalerweise viel Energie und Selbstdisziplin. (Denke nur an die alljährlichen Neujahrsvorsätze – nun weißt du, warum die meistens nicht lange anhalten.)

Glücklicherweise gibt es aber die Möglichkeit, sich direkt mit dem Unterbewusstsein in Verbindung zu setzen!

Das Gehirn speichert alles in Bildern ab, verbunden mit einem Verhalten + Gefühl. Alle Sinne werden beachtet und eingewebt, die während des Erlebnisses präsent waren. (Noch heute zieht sich mein Mund zusammen, wenn ich auch nur an den Biss in eine saftige Zitrone denke – du verstehst das Prinzip;) )

Das Tolle ist: Das Gehirn in Zusammenarbeit mit dem Körper weiß aber nicht, ob eine Erfahrung vor 10 Jahren oder heute gemacht wurde! Das bedeutet, dass dein Kind und ich den Auslöser des Gefühls zwar detektivisch suchen, um es erst mal benennen zu können und um zu wissen, was das Gefühl/der Grund dahinter ist, aber im Jetzt kann dein Kind dieses lösen und mit seinen eigenen Ressourcen ersetzen. Hilfe zur Selbsthilfe!

Ein Baumhaus. Ein Zwerg.

Die MaRie - Methode

MaRie©-Methode-Visualisierung-für-Kinder-Atelier

Was macht mein Konzept aus?

Kinder leben noch völlig in ihrer Fantasie. Noch deshalb, weil der Mensch im Laufe der Entwicklung (leider) zunehmend eine persönliche Landkarte entwickelt, die Träumereien und Kreativität verdrängen lässt.

Das Gehirn des Kindes braucht Jahre, bis es vollkommen gereift ist. Erst mit Mitte 20 sind z.B. „überlegte Entscheidungsfähigkeit“ und Weitsicht ausgeprägt. Insbesondere in den ersten 10 Lebensjahren saugt das Gehirn regelrecht alles an Eindrücken und Erfahrungen auf. Du kennst es sicher noch aus deiner damaligen Zeit: Rollenspiele, unsichtbare Spielgefährten, ein Eierkarton ist ein Raumschiff… 

Bilderbücher und Geschichten werden lebendig und in der eigenen Welt eingewebt: „Guck mal, Mama, ich kann baggern wie Bob der Baumeister!“ oder „Ich möchte mich als Hexe verkleiden.“

Kinder erreicht man demnach hervorragend durch Kreativität und bunt – lebendige Geschichten, in denen sie einen Platz für sich finden.

Die Visualisierungsreise beginnt mit dem Betreten des Waldes

Mit Happy das innere Wurzelwerk stärken

Die Reise zu seinen Antworten, beginnt für das Kind bereits mit dem Betreten des Waldes. Bereits hier können innere Bilder auf emotionaler Ebene auftauchen, die bearbeitet werden dürfen.

„Was plätschert denn da?“ Mit dem Entdecken der Bäke und dem kleinen Holzboot, wird das Kind eingeladen, sich in seinem `Fluss des Leben`dorthin treiben zu lassen, wo es einen Wohlfühlort findet: Das Baumhaus. Es ist sicher in dem stabilen Astwerk verankert und nur für das Kind über eine Strickleiter zu erreichen. Der „sichere Hafen“ ist wichtig, um dem Kind das Gefühl geben zu können, dass es einen Schutzraum, einen Wohlfühlort und somit einen Platz hat, an dem es sich auch nach der Visualisierung jederzeit hinträumen kann.

Was das Kind auch mit seinen inneren Augen sehen wird, wir schauen genau, ob wir als Detektive auch jeden Hinweis unter die Lupe nehmen können, um den „Fall“ lösen zu können.

Am Beispiel der Wut gilt es für das Kind herauszufinden, warum sich in welchen Situationen die Wut zeigt und wann das Gefühl, das dahinter steckt, entstand.

 

Als einen wichtigen inneren Helfer, lernt dein Kind den Zwerg Happy kennen. So werden bereits vorhandene Ressourcen wieder entdeckt und können im wahrsten Sinne des Wortes im Wurzelwerk ungestört weiter wachsen.

Das Warum und das Wie des Gefühls

Wichtige Aha! - Momente für dein Kind

Ich habe die Methode nicht nur mit kreativen Aspekten, sondern pädagogisch und therapeutisch wertvoll konzipiert. 

Dein Kind trifft auf:

  •  seine innere Landkarte
  • seinen Wohlfühl- und Schutzort
  • innere Helfer
  • Aufgaben, die zu seiner Lösung führen 
  • Ressourcenfindung/ankern

Dein Kind versteht also erst einmal, warum es ihm nicht gut geht, kann es „greifen“ und in Worte bringen, erfährt Perspektivwechsel, um dann das Gefühl zu dem Erlebnis zu verändern.

Deshalb habe ich mich für dieses Konzept entschieden, denn nichts ist wertvoller und effizienter, als selbst ein Ziel zu formulieren, umzusetzen und zu erreichen! In wenigen Sitzungen und effizient.

Die Spitzensportler oder zum Beispiel auch Menschen der Bühne nutzen das Mentaltraining, um zum einen natürlich Selbstzweifel zu lösen, aber eben dann auch, um ihren Weg zum Ziel und das Ziel an sich zu festigen, um diesen Trampelpfad zu schaffen. Der Weg ist das Ziel.

Während die Sportler ihren Wettkampf und das Halten des Pokals verinnerlichen, löst sich dein Kind in MaRie von den negativen Gefühlen, verinnerlicht die stärkenden Ressourcen und festigt diese auch für das Siegertreppchen. Der Fokus auf den negativen Glaubenssatz ( was es über sich denkt) wird gelöscht.

Ich wünsche dir, dass du meinem Beitrag leicht und wenig umständlich inhaltlich folgen konntest. Du hast noch Fragen zu meiner Methode? Nimm sehr gerne Kontakt zu mir auf; mir ist es wichtig, dass es dir bzw. dass es euch mit MaRie gut geht: Von der Wurzel an! 

Für dich als Elternteil, Erzieher:in, Lehrer:in oder andere interessierte Menschen

Wie ich zu Beginn des Beitrags angedeutet habe, möchte ich dir als Elternteil, Erzieher:in oder Lehrer:in gerne noch etwas ans Herz legen.

Jeder Mensch trägt seine Themen mit sich: Perfektionismus, innere Unruhe, Ungeduld, Zweifel, Schlaflosigkeit… 

Für den einen fühlt es sich belastend an, für den anderen weniger.

Solltest du selbst das Gefühl haben, dass du für dich ein Thema mittels Hypnose oder Verhaltenstherapie bearbeiten oder mit Entspannungsverfahren zur Ruhe kommen möchtest, lege ich dir meine Kollegin und ebenfalls Heilpraktikerin für Psychotherapie in Hude Imke Cronshage ans Herz.

Da ich mich auf die Arbeit mit Kindern spezialisiert habe, möchte ich dich genau so gut versorgt wissen.

Alles Liebe, MaRie