Goldmarie darf loslassen

Begegnung mit Fischernetzen und Haien

I von Erwartungen befreien I Loslassen I vom Ich zum Selbst I

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„Im Brunnen habe ich mich zurückgelassen und bin auf einer Wiese erwacht. Was hat mich so verändert?“

Nun sind wir an der Stelle des Märchens angekommen, an der es wirklich spannend wird – und zwar im Sinne des Wortes: Spannung an! Spannung lösen!

In ihrer Krise hat Goldmarie zwei Möglichkeiten:

Entweder, sie gibt sich den Mondmenschen hin, fügt sich deren Erwartungen, stillt ihre Bedürfnisse und verbringt ihr Leben weiterhin damit, einem falschen Weg zu folgen. Das Ich.

Oder sie beginnt, ihr eigener Filmemacher (P.Rockteschel, Du bist der Filmemacher) zu werden und löst sich von dem Außen. Das wäre dann der Sonnenmensch, das Selbst.

Da kommt schnell die Frage auf: „Was gibt es da zu überlegen? Man will doch seinen eigenen Weg gehen können?!“

Jahaaa, aber ist das wirklich so einfach? Erwischt du dich vielleicht sogar selbst dabei, dass du das eine oder andere tust, um zu gefallen, um geliebt zu sein, um keinen Streit zu starten oder, um ein Ziel zu erreichen? Think about it:)

Goldmarie tauchte nun jedenfalls durch das Haibecken, den Brunnen mit dem Wasser des Lebens und stand an genau diesem Punkt. Fangen lassen und sich der Gefahr aussetzen, gefressen zu werden? Ja – nein – ja – nein…

Ein Hindernis ist schließlich auch, dass sie erst mal in die Kraft kommen muss, damit sie auch allem Stand halten könnte, sollte sie sich für sich entscheiden.

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THIS IS NO QUESTION FOR

Frau Holle!

Wie du aus den vorangehenden Blogartikeln weißt, wird die Geschichte der Goldmarie rückblickend erzählt – da wir ja nur rückblickend etwas verstehen und vorwärts ändern können. Nun also ein drittes Bierchen in der Bar in heaven.

Die Angst davor, glücklich zu sein

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„Meine Befürchtung war, dass wenn ich nicht wieder auf – tauche und zurück zur Stiefmutter gehe, werde ich niemanden haben. Kein Zuhause. Keine Menschen um mich herum, die mich akzeptieren und es wird nur schlecht über mich gesprochen…!“

„Du hast dich an die Schwere gewöhnt. Die Ängste, die du hast, sind im Grunde nicht die Furcht, allein oder ohne Probleme zu sein. Die Angst ist: Glücklich zu sein und das mit Leichtigkeit und Freude! Es ist doch so, Liebes:

Von Kind an wird das Negative in den Vordergrund gestellt. Wir lernen von klein an, dass das Schlechte gesehen wird. Also werden diese Konflikte bearbeitet und bearbeitet und unsere Stimmung hat keinerlei good vibes mehr. Das Leid wird schon als normal gesehen. Schau dir die Posts in den Social Media an – meistens wird mit Worten geantwortet, die verletzen sollen. Für das Gute haben die Menschen den Blick und das Gefühl verloren. Wie viele Beziehungen gibt es zum Beispiel, in denen es keine wahre Bindung mehr gibt? Trotzdem halten Pärchen wie mit einem Gummiband verbunden aneinander fest. Geziehe in einer Zweckgemeinschaft. Hier geht es um Geld, Sicherheit, familiäre Pflichten…unsere Seele verhungert. Kommt jemand mit einem fröhlichen „Moin“ hereinspaziert, guckt das Gegenüber erst mal verdattert, weiß sich gar nicht zu verhalten und fragt sich innerlich „Was ist dieser Person Gutes widerfahren, das es ihr verdammt noch mal so gut geht??“ Aber hey, fragt dieser Sonnenschein dann auch noch:“Wie geht es dir?“ – bäm! Voll gelogen! Aber es geht uns ja allen immer super ;)- „Gut, danke!“ Da gibt es einen passenden Spruch:

(P.Rockteschel, Du bist der Filmemacher)

Hör nicht auf das, was jemand sagt, sondern nur die Atmosphäre, die jemand erschafft!

aus: Du bist der Filmemacher

 Den wahren Zustand kann niemand verbergen und bei den meisten Menschen sprudelt dieser mehr vor innerer Wut als Freude!

Stelle dir folgende Frage, um loslassen zu können und von den Fischernetzen und Haien wegtauchen zu können:

Wenn du an jemandem festhältst, was bekommst du durch sie oder ihn?

Das Festhalten und das Loslassen sind zwei richtig geMEINe Wegbegleiter, denn da dreht es sich tatsächlich um mich bzw. dich selbst. Vielleicht wird es deutlicher, wenn ich es dir auf psychosomatischer Ebene erkläre.

Du kennst das sicher: Über den Stuhlgang redet kaum jemand gerne, aber es ist erwiesenermaßen so, dass der Darm und die Psyche Hand in Hand gehen.

Gut. 

Nun bist du Zuhause und seit Tagen will es einfach nicht klappen. Irgendwie wird dein Bauch immmer fester und vielleicht kommen sogar schon Bauchschmerzen dazu. Gehst du aber dann mit deiner Freundin shoppen, scheint der Pförtner im Unterleib die Tore öffnen zu wollen – und du stehst im Geschäft, x-beinig, mit Schlitzaugen und kannst dich kaum bewegen. Wo ist auch gerade jetzt die nächste Toilette… 

Warum ist das so und wieso kannst du das bezüglich des Loslassens als Metapher nutzen? 

Ganz einfach. 

Zuhause stehst du unter psychischem Druck. Du hälst an Menschen oder Themen fest, die dir nicht gut tun. Bist du aber unterwegs, fällt das Zauberwort:

Goldmarie - von Anspannung zu Entspannung!

Das Loslassen ist wie das Entrümpeln des Kellers und Dachbodens. Befreiend! Und du schaffst Platz für Neues! 

In der Gegenwart, im Hier und Heute zu leben, ist der Schlüssel zu innerem Glück. „Wenn ich erst mal befördert bin, wenn mich meine Freunde erst mal besuchen, wenn sie wieder abfahren, wenn ich in Rente bin…“ – wie frustrierend, wenn du nicht heute glücklich sein kannst und nur in der Zukunft lebst, oder? Und, wenn das „Wenn“ dann vorbei ist („Die neuen Aufgaben durch die Beförderung hatte ich mir viel besser vorgestellt, der Besuch von Freunden war mega langweilig,…“), kommt der Frust.

Idealvorstellung – Enntäuschung – Frust. That´s it!

Die Vergangenheit ist vergangen. Die Zukunft kommt meist anders als man denkt und verliert zudem den Blick für die wertvollen Zwischenstationen, da das Ziel ja erreicht werden will.

Kurzum: Du bist dein Filmemacher! Vergiss nicht, dass alle ´großen´ Menschen Kinder bleiben. Jedes Kind wird bis zum späten Jugendalter mit Glaubenssätzen und Erwartungen gefüllt. Jedes Kind unterdrückt seine Bedürfnisse und jedes Kind möchte gesehen werden. Diese Kinder bekommen später selbst Kinder und beginnen, diese Muster weiter zu geben, zu projizieren und ihre eigentlichen Bedürfnisse gestillt zu wissen. Ich nutze absichtlich nicht den Begriff „Erwachsene“, denn nicht viele ´großen`Menschen sind auch er – wachsen und reflektiert; heißt, sie sind noch nicht in ihr Selbst erwacht.

Ich wünsche Dir, dass ich dir einige wertvolle Erkenntnisse mit an die Hand geben konnte. 

Der Brunnen ist nun geschafft!

Du weißt nun, dass du dich fragen darfst, was dich an Menschen festhalten lässt, die dir nicht gut tun. Du weißt jetzt, dass du für dich verantwortlich bist und leben darfst – und das im Hier und Jetzt! Loslassen und Entspannung sind die Magic Words!

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Im nächsten Blogartikel wird es nun aber wirklich endlich Zeit für den Backofen und den Apfelbaum! Kleiner Spoiler: Wann sind die Dinge reif und gar, um getan zu werden? Selbst neu gebacken zu werden und selbst eine Gestalt anzunehmen, darum wird es gehen!

Eine Liste meiner Buchempfehlungen findest du hier.

Wir lesen uns ganz bald wieder. Alles Liebe, MaRie